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Kinderehen gibt es nicht

Von kr am 2. Dezember 2016

Ein Plädoyer für semantische Korrektheit.

Die Gedankenlosigkeit der einen und die planmäßige Verniedlichung der anderen hat dazu geführt, dass wir hierzulande den Begriff »Kinderehe« für eines der scheußlichsten Verbrechen, zu dem Menschen fähig sind, verwenden: Den Kindesmißbrauch unter dem Deckmantel einer anerkannten Sozialinstitution wie der Ehe.

Tatsächlich gibt es aber keine »Kinderehen«. Der Begriff würde überhaupt nur einen Sinn ergeben, wenn etwa gleichaltrige Kinder miteinander die Ehe schlössen; es hat aber nichts mit irgendeiner Art von Ehe zu tun, wenn ein über 50jähriger alter Lüstling den Beischlaf mit einer minderjährigen, gerade dem Kleinkindalter entwachsenen »Braut« vollzieht. Und es hat erst Recht nichts mit »Rassismus« zu tun, wenn eine solche Praxis angeprangert wird, weil sie nunmal nur in bestimmten kulturellen Habitaten praktiziert wird.

Es ist darum auch eine Schande für den deutschen Rechtsstaat, wenn er, wie zuletzt das OLG Bamberg, eine nach Scharia-Recht geschlossene »Ehe« für hier gültig erklärt, in der die »Ehefrau« das Lebensalter von 14 Jahren erreicht hatte. Es ist sicher nicht an uns, die Gepflogenheiten und Rechtsauffassungen in anderen Teilen der Welt regulieren zu wollen; aber es ist die Pflicht eines deutschen Gerichts, im Namen des Volkes – und zwar des Deutschen Volkes! – deutlich zu machen, dass unsere Rechtsprotektion niemand genießen kann, der ein so eklatant von dem unserigen abweichendes Rechtsverständnis in Deutschland durchsetzen will.

Es mag sein, dass gewisse Linkskreise, deren Affinität zu »pädophiler Toleranz« schon viel zu lange viel zu nachsichtig beurteilt wurde, nicht müde werden, auf dem sattsam bekannten Argumentationsticket von »Verständnis« und »Offenheit« zu reisen; Umso mehr muss man an die doch auch noch vorhandenen bürgerlichen Kreise die Frage richten, wann eigentlich der richtige Zeitpunkt für sie gekommen erscheint, aufzubegehren, wenn nicht dann, wenn Verbrechen an Kindern verübt werden und abartige Gesellschaftsingenieure dafür auch noch die Werbetrommel rühren?

Es kommentierte: Werner Kurzner

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