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Vortrag von Sr. Hatune

Von DS am 15. März 2016

Am Sonntag, den 3. April tritt die weltbekannte Ordensschwester Hatune Dogan in Kaarst auf.

KAARST (nmj)  –  Hatune Dogan (*1970) ist eine syrisch-orthodoxe Klosterschwester und Leiterin der Hilfsorganisation Helfende Hände. Sie ist Mitglied des syrisch-orthodoxen Klosters in Warburg. Hatune Dogan lebte bis zu ihrem 15. Lebensjahr als Mitglied der verfolgten Minderheit der syrisch-orthodoxen Christen in der Osttürkei,  floh dann mit ihrer Familie nach Deutschland. Mit 18 Jahren trat sie in den Orden von „St. Ephraim der Syrer“ mit dem Mutterhaus in Glane ein. Sie unterrichtet Religion und Deutsch.

Vortrag von Sr. Hatune Dogan am 3.4.2016 in Kaarst.

Vortrag von Sr. Hatune Dogan am 3.4.2016 in Kaarst.

Hatune Dogan engagiert sich auch in Krisenregionen. Von 1991 bis 1999 arbeitete Schwester Hatune Dogan mit freien Gruppen zusammen. Bereits hier wurde der Grundstein für eine Stiftung gelegt. Seit 1992, als sie das erste Mal in Indien war, sammelte sie dort Informationen und kümmerte sich um die Verteilung von Sach- und Geldspenden. Zur Optimierung dieser Hilfe gründete sie in Indien 2003 die Sister Hatune Foundation (welche 2005 international anerkannt wurde) mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. 2006 gründete sie in Paderborn den Verein Helfende Hände für die Armen e.V. Die Stiftung ist eine internationale Organisation. Sie unterhält Sektionen in Europa, dem Mittleren Osten, Asien und den USA. Organisationsteams in 16 Ländern unterstützen die Arbeit direkt vor Ort. Teams in weiteren 16 Ländern sind involviert. Die Stiftung arbeitet als helfende Hand unter den Ärmsten der Armen und kranken Menschen, ohne dabei religiöse Ziele zu verfolgen. 2010 verlieh Bundespräsident Christian Wulff Schwester Hatune die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Allerdings fragt man sich, ob das barmherzige Wirken der christlichen Ordensschwester auch am Niederrhein so hoch angesehen ist? Zu ihrem Vortrag, den sie am Sonntag, dem 3. April in der Aula des Georg-Büchner-Gymnasiums in Vorst halten will (Thema: „Verfolgten-Schicksale: Hilfe im Zeichen Christi“) hatte der Veranstalter, Bischof Gino Collica von der Atonomen Bischöflichen Prälatur, neben anderen Honoratioren auch Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus (CDU) eingeladen. Doch die sagte, dem Vernehmen nach, ebenso ab wie ihre beiden Stellvertreterinnen Ursula Baum (FDP) und Brigitta Thönißen (CDU).In kirchlichen Kreisen zeigte man sich darüber »etwas erstaunt«. Auch die Politik ist nicht erfreut: »Da kommt quasi eine zweite Mutter Teresa nach Kaarst und die Stadtspitzen halten es nicht für notwendig, sie zu begrüßen«, so ein Ratsmitglied. Im Umfeld des Bischofs, der bei dieser Gelegenheit auch für sein eigenes Projekt, die Errichtung eines Klosterguts in Kaarst, werben will, zeigt man sich dennoch unbekümmert: »Wenn die Verwaltungsspitze keine Zeit hat, werden wir uns an die Fraktionsspitzen wenden; wenn auch die keine Zeit haben, an die einzelnen Ratsmitglieder. Irgendjemand wird sich schon finden, der die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Kaarst überbringt«. Der Eintritt zum Vortrag, der um 17 Uhr beginnt, ist kostenlos.

  1. Dr. Meyer

    19. März 2016 at 13:13

    Eine Korrektur ist allerdings notwendig: Frau Baum (FDP) hat mittlerweile doch zugesagt, wie ich aus der Prälatur höre. Das ist sehr löblich.

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