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Messe mit Bischof Collica

Von DS am 27. November 2015

In Holzbüttgen wird am Sonntag eine Hl. Messe gefeiert. Nichts Ungewöhnliches? Dann lesen Sie diesen Bericht.

KAARST (nmj) – Am Sonntag, 29.11. gegen 18 Uhr wird der Saal des Bischofshofs in Holzbüttgen zu einem echten Bischofssitz – zumindest vorübergehend für eine Hl. Messe mit dem kürzlich zum Bischof geweihten Kaarster Gino Collica von der Autonomen Bischöflichen Prälatur. Die Prälatur ist eine rom-unabhängige Katholische Kirche, die die apostolische Sukzession bewahrt und somit gültig geweihte Bischöfe und Priester hat. Ihr Erzbischof sitzt in Italien, der Sitz der Autonomen Bischöflichen Prälatur ist in Kaarst.

Seine Exzellenz Bischof Collica erklärt: »Die Autonome Bischöfliche Prälatur liebt uns so wie wir sind – so wie Gott uns gemacht hat! Er liebt uns bedingungslos, unabhängig von Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, Familienstand, Bildung, sozialem Hintergrund oder wirtschaftlichem Status«. Jeder Mensch, der Christ sein will, kann Mitglied der Autonomen Bischöflichen Prälatur werden. Die Bischöfe sind rechtmäßige Nachfolger der Apostel, da sie die gültige apostolische Sukzession besitzen. Wie in der Urkirche dürfen ihre Priester heiraten. Das Bischofsamt wird auf Lebenszeit ausgeübt.

Zelebrant: Seine Exzellenz der Kaarster Bischof Gino Collica.

Zelebrant: Seine Exzellenz der Kaarster Bischof Gino Collica.

Kritik aus der römischen Amtskirche an dem Wirken der Autonomen Prälatur ist in Kaarst bislang noch nicht laut geworden. Ob dies für den hohen Toleranzfaktor spricht, der die rheinische Lebensart bestimmt oder eher für eine stumme Ignoranz, bleibt einstweilen dahingestellt. Wenn Kaarst schon tolerant ist, dann ist Holzbüttgen sicherlich das Zentrum dieser progressiven Haltung. Kein Wunder, dass die christliche Zentrumspartei hier traditionell ihre höchsten Wahlergebnisse erzielt. Deren Vorsitzender, Ratsmitglied Christian Otte, sagte auf Anfrage des NMJ zur Messe der Autonomen Prälatur: »Ein Zusammenrücken der Christenheit ist gerade in diesen Tagen ein wichtiges Anliegen, wo sich vielfältige satanische Umtriebe zeigen. Davon abgesehen halte ich es mit Matthäus 18, 20: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen«. Der Gottesdienst am kommenden Sonntag ist öffentlich, Besucher sind herzlich willkommen.

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