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Seniorenbeauftragter: Zentrum spricht von »Erpressung«

Von DS am 25. November 2015

Die Entscheidung von Hans-Dieter Schmitz, dem Zentrum den Rücken zu kehren, offenbart die Niederungen der Politik.

KAARST (nmj) – Am Ende war der Druck wohl zu groß geworden: Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Aufforderung an den Seniorenbeauftragten der Stadt Kaarst, Hans-Dieter Schmitz, ergangen war, sich von der AfD zu distanzieren, erreichten den 73jährigen über das Wochenende Emails und Anrufe mit bedrohlichem Inhalt: Wenn er sich nicht öffentlich von der AfD/Zentrumsfraktion abwende, werde man seine Personalie im Stadtrat thematisieren. Um Schaden vom Amt des Seniorenbeauftragten abzuwenden, erklärte Schmitz daher nun seinen Austritt.

Wurde mit Abwahl erpresst: Hans-Dieter Schmitz, Seniorenbeauftragter der Stadt Kaarst.

Wurde mit Abwahl erpresst: Hans-Dieter Schmitz, Seniorenbeauftragter der Stadt Kaarst.

Für Christian Otte, Stadtverbandsvorsitzender des Zentrums, ist diese Entscheidung »betrüblich, aber verständlich«. Offensichtlich seien Teile des Stadtrates entschlossen gewesen, die »hervorragende Arbeit des Seniorenbeauftragten auf dem Altar parteipolitischer Grabenkämpfe zu opfern«. Für die politische Kultur in Kaarst bedeute die »Erpressung eines Ehrenamtlers mit der Androhung, ihn im öffentlichen Raum herabzuwürdigen, einen weiteren Tiefpunkt, wie er eines Kollegialorgans wie dem Stadtrat unwürdig« sei.

  1. senit1

    25. November 2015 at 11:39

    Ich bin sehr enttäuscht. Herr Schmitz hat eine hervorragende Arbeit gemacht. [Der Rest des Kommentars wurde gelöscht; Sie haben eine Person und eine Partei versucht in Verruf zu bringen, ohne konkrete Sachverhalte zu benennen.]

  2. kaarster04

    25. November 2015 at 14:26

    Na etwas mehr Rückgrat hätte ich dem Dieter Schmitz dann doch zugetraut.Okay,die Grünen haben Druck gemacht,kein Wunder.Aber nicht nur die eigene Partei,sondern auch die CDU hatte ihm doch „volle Rückendeckung“ zugesichert.Und ob die Grünen einen Abwahlantrag wirklich gestellt ,und damit die Seniorenarbeit wegen Parteigeplänkel beschädigt hätten,ist doch mehr als fraglich.Meine Meinung:Es wurde geblufft und jemand hat zuschnell die Nerven verloren.

  3. riesenprinz

    25. November 2015 at 18:57

    Wieso soll man sich eigentlich von der AfD distanzieren?Ist das eine verbotene Partei? Nein. Hat sie sich je etwas zuschulden kommen lassen? Nein. Wird sie wenigstens vom Verfassungsschutz beobachtet? Auch nein.
    Gut, dann andere Frage: Herr Gaumitz hat noch nie gefordert,sich von der SED-Ersatzorganisation zu distanzieren.Die ist zwar (leider) auch nicht verboten [Da die Partei „Die Linke“ ein Zusammenschluss der PDS und WASG darstellt, ist eine Verallgemeinerung, wie hier getätigt, unangemessen und wurde daher gelöscht.] Noch Fragen,Kienzle? Nein,Hauser.

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