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Zentrum: Hebben ist Landtagskandidat

Von DS am 1. September 2016

Die Zentrumspartei nominierte den 49jährigen Kaarster bei ihrem Landesparteitag am vergangenen Freitag.

DORMAGEN (nmj) – Die Deutsche Zentrumspartei ist zuversichtlich, bei der NRW-Landtagswahl im Mai 2017 landesweit über 5 Prozent der Stimmen zu gelangen. Dies werde durch die aktuelle politische Situation begünstigt. Die CDU, so das Zentrum, habe viele christlich-soziale Wähler im Regen stehen lassen und bereite sich intern schon auf eine Kompatibilität mit den Grünen vor; doch vor dem Schritt, die AfD zu wählen, schreckten viele enttäuschte Konservative dennoch zurück. »Ergebnis ist, dass sich das Zentrum im freigewordenen Spektrum dazwischen etablieren wird«, so der Landesverband in einer Pressemitteilung.

Mit dem 49jährigen Thomas Hebben – vielen Kaarstern noch bekannt als Schützenkönig und Minister – hat nun der Stadtverband Kaarst seinen Kandidatenvorschlag für den Wahlkreis 46 (Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich, Jüchen) durchgesetzt. Der Landesparteitag des Zentrums, der am Freitag in Dormagen tagte, folgte dem Vorschlag mit einem einstimmigen Ergebnis. Damit wird Hebben unter anderem gegen den CDU-Bewerber, Ex-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper, antreten. Alle Parteien wissen, dass es politisch keine Erbhöfe mehr gibt und dass auch Direktmandate, die bislang der einen oder anderen Partei vermeintlich sicher waren, für Mitbewerber in greifbare Nähe gerückt sind.

Zentrum-Landtagskandidat für Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen: Thomas Hebben.

Zentrum-Landtagskandidat für Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen: Thomas Hebben.

Das Zentrum werde seinen Landtagswahlkampf zwar »hauptsächlich als Zweitstimmenkampagne« führen, weil nicht in allen 128 Wahlkreisen Direktbewerber aufgestellt werden können, dennoch kämpfe man aber bewusst um jede Stimme, Erst- wie Zweitstimme. SPD und Grüne, die »NRW heruntergewirtschaftet« hätten, dürften keinesfalls weitermachen. Da es aber für CDU und FDP allein nicht reichen wird, eine Zusammenarbeit mit der AfD hingegen ausscheide, so rechnet das Zentrum, könne es in NRW nur einen CDU-Ministerpräsidenten mithilfe des Zentrums geben, das nach 1958 erstmals wieder in den Düsseldorfer Landtag einziehen will.

  1. gewissen

    1. September 2016 at 14:23

    Herrn Hebben als Kandidaten aufzustellen, ein rettender Entscheid ich wünsche ihm viel Glück.
    Jetzt sich vermeidlich wieder von der Afd abzuwenden um mit der CDU zu kuscheln zeugt nicht von politischer Geradlinigkeit. Fehlendes Rückrad das allgemein bei den hiesigen kuschel Parteien vermisst wird. Erschreckend…. Was wird das noch geben. Steht endlich mal für etwas ein liebe Politiker und bleibt dabei mit Rückrad und Nase in den Wind. Dann steht eine Wählerschaft auch nach der Wahl noch hinter Euch.

  2. senit1

    1. September 2016 at 16:19

    Das ist nicht richtig. Bundes- oder Landespolitik ist keine Kommunalpolitik. Im Kaarster Stadtrat bleibt die Fraktionsgemeinschaft zwischen AFD und Zentrum weiterhin bestehen. Hier in der Kaarster Kommune ist die Schnittmenge auch entsprechend groß. Auf Landesebene geht es um andere Themen.

  3. riesenprinz

    2. September 2016 at 1:05

    Richtig ist ja: Wer soll denn bitte CDU und FDP in NRW helfen gegen SPD, Grüne und SED? Wer denn? Lieber die AfD oder lieber das Zentrum? Ja, ja, denkt ruhig noch ein bißchen drüber nach, während die Welt an Euch vorbeizieht… !

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