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Endlosthema „Jröne Meerke“

Von CO am 19. August 2016

Kommt irgendwann einmal Bewegung in die ewige Diskussion? Leser Uwe Mergelsberg bezweifelt es.

NEUSS (nmj) – Zuletzt versuchten 20 Kommunalpolitiker, ein Zeichen zu setzen und auf die ihrer Ansicht nach unhaltbare Situation am Jröne Meerke auf der Furth aufmerksam zu machen: Deshalb postierten sich Aktivisten mit Mundschutz vor dem Weiher in dem beliebten Naherholungsgebiet im Neusser Norden. »Wir wollen nicht mit ansehen, wie das Jröne Meerke dem Verfall überlassen wird«, beschrieb es kürzlich Monika Mertens-Marl, Vorsitzende der CDU-Nordstadtkonferenz. Und: »Wir erwarten Ideen aus dem Rathaus«. Das Gesundheitsamt solle etwa prüfen, ob Spiel- und Grillplatz gesundheitlich unbedenklich seien, und die Verwaltung Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergreifen. Bereits seit Jahren kommt das Jröne Meerke nicht aus den Schlagzeilen: übermäßige Gänsepopulation, dadurch bedingte schlechte Wasserqualität, Algenwuchs und Fischsterben, Gänsekot auf Wiesen und Wegen, teilweise sogar auf dem Spielplatz.

Ob sich demnächst wirklich etwas bewegt, bleibt also zunächst einmal fraglich. Das ärgert auch Uwe Mergelsberg (75) von der Furth. Den pensionierten Polizeibeamten, der lange Jahre auch für die Deutsche Zentrumspartei politisch aktiv war, erfassen »wehmütige Gedanken« angesichts der offenbar »unerfüllbaren Wünsche eines Neußer Bürgers über die o.a. (Un)Zustände«.

Sein Unverständnis fasst er in Reimform wie folgt zusammen:

 

Wir fordern ein- für allemal:

Entschlammt endlich den Nordkanal!

Mit all dem Gift, das in ihm steckt,

bevor er jämmerlich verreckt.

 

Doch dieses Thema, unverfroren,

stößt bei der Stadt auf taube Ohren.

Früher eine Top Oase,

stinkt es heut bis in die Nase.

 

Von Fließgewässer keine Spur,

die Stadt stellt sich ganz einfach stur.

Es ist ihr wohl ganz einerlei:

Das geht ihr kalt am A…. vorbei.

 

Oh, wüßte dat Napoleonn-

dä würd‘ us sinnem Jrab opstonn!

 

Ein zweites Thema, keine Frage,

das ist und bleibt die Gänseplage.

Auf daß die Stadt nun endlich spurt,

zum Wohl der Menschen auf der Furth!

 

Das Jröne Meerke kippt bald um,

die Stadt, die kümmert sich nicht drum.

Und wenn der Bürger sich beschwert,

wird’s einfach unter’n Tisch gekehrt.

 

Und aus dem Rathaus heißt es dann:

„Rührt bloß nicht uns’re Gänse an!“

Als „Ganserwertung“ würd‘ ich raten:

„Gebt jedem seinen Gänsebraten!“

Erholungswert? Das war einmal

beim, siehe oben, Nordkanal!

"Was tun?", lautet die vielfache Frage im Hinblick auf das Jröne Meerke (Bild: Ringleb Net Images)

„Was tun?“, lautet die vielfache Frage im Hinblick auf das Jröne Meerke (Bild: Ringleb Net Images)

 

  1. kaarster04

    20. August 2016 at 13:33

    Da geht nix voran.Wie in Kaarst,da wird der Nordkanal ja noch nichtmal nach Ratsbeschluss gereinigt.Offenbar dient das Thema nur gewissen Politkern zu Wahlzeiten,danach ist dann wieder das große Vergessen angesagt…

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