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RAF-Terror 2.0

Von DS am 20. Januar 2016

Neuesten Erkenntnissen zufolge ist die linksterroristische RAF weiterhin aktiv – sei es auch »nur« als gewöhnliche Räuberbande.

BREMEN (nmj) –  Die seit Jahren untergetauchten RAF-Terroristen sind, anders als bislang vermutet, keineswegs inaktiv. Die Polizei fand nun bei gleich zwei Panzerfaust-Überfällen DNS-Spuren von Ernst-Volker-Staub (61), Daniela Klette (57) und Burkhard Garweg (47) – allesamt Verdächtige für linkskriminelle Aktivitäten und Anschläge.

Seit gut dreißig Jahren verfolgen die Behörden die sogenannte »dritte Generation« der Rote Armee Fraktion (RAF), doch die Spuren führten zumeist ins Nichts. Dabei sind zehn Morde immer noch nicht aufgeklärt. Dennoch scheinen einige Kommentatoren zu einer Verniedlichung des feigen Mörderpacks zu neigen. Von »RAF-Rentner« ist da zum Beispiel zu lesen. Oder – wie in der tagesschau am 19.01. – gar von »Ex-Terroristen«, so als hätten diese ihrem linksextremen, menschenverachtenden Weltbild abgeschworen oder sich gar der Verantwortung für ihre feigen Exekutionen, Sprengstoff-Attentate oder die gewöhnliche Beschaffungskriminalität gestellt – wie sie wohl auch die Überfälle auf Geldtransporte darstellen.

Linksextreme Terroristen sind weiterhin aktiv.

Linksextreme Terroristen sind weiterhin aktiv.

Die Bundesanwaltschaft vermutet nunmehr, dass schon ein Jahr nach der im Jahre 1998 behaupteten »Auflösung« der RAF eine neue linke Terrorzelle gegründet und von dieser am 30. Juli 1999 in Duisburg-Rheinhausen ein Geldtransport ausgeraubt wurde. Dabei bedrohten sie die Geldfahrer mit einem Schnellfeuergewehr und einer Panzerfaust und erbeuteten über 1 Million DM. Die Beute reichte offenbar, um zunächst abzutauchen. Jetzt versuchten sie es erneut, stellten sich dabei aber weniger professionell an. Sie schossen auf den Transporter, doch die Kugeln blieben im Blech und in den Reifen stecken. Sie schafften es nicht, die Türen aufzubrechen. Auch RAF-Gangster kommen offenbar in die Jahre. Wo sie die Zwischenzeit verbracht haben, ist bisher unbekannt.

Nach Einschätzung von Sicherheitsexperten ist zwar durchaus denkbar, dass die Alt-Genossen der RAF nur neue Millionen brauchen, um ihr feudales Ruhestandsdasein voll auskosten zu können; denkbar sei aber genauso, dass mit der Beute eine erneute Intensivierung des linksextremen Terrors finanziert werden soll. Also ein RAF-Terror 2.0. In Anbetracht der Tatsache, dass Teilen der RAF-Bande seinerzeit in der »DDR« Unterschlupf gewährt wurde, regen manche Beobachter sogar an, zu prüfen, ob »diejenigen, die damals im verbrecherischen SED-Unrechtsstaat für die Kumpanei mit den linken Mördern aus dem Westen zuständig waren, weiterhin Kontakte zum linkskriminellen Untergrund pflegen«.

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