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Die Mörder sind unter uns

Von DS am 16. März 2016

Ein Vergleich zwischen AfD und Linkspartei offenbart den großen »moral gap« in der etablierten Politik, sowie bei Massen- und Staatsmedien.

BERLIN (nmj) – Die Linke wittert Morgenluft. Es ist kein Geheimnis, dass etablierte Parteien im Verbund mit den Massen- und Staatsmedien die Wahlerfolge der AfD sehr viel kritischer sehen als solche der Linkspartei. Schon kann Gregor Gysi öffentlich dazu ermuntern, dass man doch über Kooperationen zwischen der CDU und der Linkspartei nachdenken müsse. Empörung bei CDU-General Tauber? Ausgrenzungsbeschluß des CDU-Präsidiums? Nein, nichteinmal eine öffentliche Absage gegenüber solchen Gedankenspielchen.

Im direkten Vergleich zeigt sich, wie verkommen die Moral der tonangebenden Klasse ist, wenn sie die Ausgrenzung der AfD fordert, aber die Linkspartei als ganz normalen Bestandteil der parlamentarischen Landschaft verniedlicht: Die AfD hat keine Vergangenheit. Ihre Gründer kamen aus allen möglichen politischen Richtungen, mit Ausnahme des Links- oder Rechtsextremismus. Die Linkspartei dagegen ist aus der ehemaligen SED hervorgegangen. Diese war nicht nur als Staatspartei des »DDR«-Regimes in eigene Verbrechen gegen die Menschlichkeit verstrickt, sie war auch Teil des internationalen Kommunismus, der letztlich mehr als 150 Millionen Vernichtungsopfer zu verantworten hat. Die rote Mordmaschinerie kann mit Fug und Recht als das schlimmste Menschheitsverbrechen der Weltgeschichte bezeichnet werden, keine andere Ideologie hat soviele Existenzen vernichtet und solche Verheerungen hinterlassen. Und noch heute tun sich die SED-Nachfolger schwer, die »DDR« als »Unrechtsstaat« zu bezeichnen.

Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft (hier: in Warschau)

Mahnmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft (hier: in Warschau)

Während sich die AfD-Vorsitzende dafür rechtfertigen muss, den Schußwaffengebrauch bei illegalem Grenzübertritt als theoretische Gesetzeslage auch nur erwähnt zu haben, müssen die SED-Erben den von ihnen ganz praktisch und reell vollzogenen Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze nicht verteidigen. Dabei sind heute noch in der Linkspartei Figuren Mitglied, die seinerzeit das Mauerbau- und Stacheldrahtsystem aktiv unterstützt haben. Konkrete Täter hier, unschuldig Verdächtigte dort. Und vor wem warnen die Mächtigen?

Auch Frauke Petry, AfD-Bundesvorsitzende, der zu Zeiten, als sie noch nicht politisch tätig war, die Bundesverdienstverdienstmedaille verliehen wurde,  wird mehr angefeindet als jene Handlanger der ehemaligen »DDR«-Staatssicherheit, denen man zum Dank für ihre menschenverachtende Tätigkeit die Stasi-Verdienstmedaille verlieh.

Dabei ist die moralische Kategorisierung simpel und einfach: Kein einziger AfDler hat bis heute auch nur einer Fliege etwas zuleide getan. AfDler haben keine bluttriefende Vergangenheit, haben keine Familien zerstört, Menschen eingesperrt, Genickschußorgien veranstaltet, RAF-Mördern Unterschlupf gewährt, Systemgegner ermordet oder die millionenfache Vernichtung von Menschen gedeckt. Aber die SED tat es. Und ihre Ersatzorganisation darf sich heute aufspielen, als hätte sie mit alldem nichts am Hut. Wo bleibt die Empörung unserer christlichen Kanzlerin, dass eine solche Partei in Sachsen-Anhalt drittstärkste Kraft wurde? Wo ist das große Unbehagen, dass die SED-Nachfolger größte Oppositionspartei im Bundestag sind? Die Mörder sind unter uns, sie finden sich aber nicht in der AfD. Wem es wirklich um Menschenrechte geht, der müsste die Verharmlosung der roten Ideologie sehr viel stärker anprangern als die Wahlerfolge einer AfD. Alles andere zeugt nur von parteipolitischer Einseitigkeit.

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