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Web.de verharmlost Kommunismus

Von CO am 7. Mai 2016

Die Nachrichtenredaktion des Freemail-Anbieters sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt.

KARLSRUHE (nmj) – Der zur 1u1-Media GmbH gehörende Freemail-Anbieter web.de ist wegen der Nachricht zum Tod der Honecker-Witwe Margot (»lila Hexe«) heftig in die Kritik geraten. Als »Sozialistin mit Herz und Seele« umschrieb der Internetakteur die langsjährige »DDR«-Ministerin, die nicht nur Schießbefehl und Mauerbau voll mittrug, sondern auch jene Verbrechen gegen die Menschlichkeit deckte, die von dem SED-Verbrecherregime begangen wurden. Als Teil des Internationalen Kommunismus – mit seinen mehr als 150 Millionen Vernichtungsopfern – agierten die ostdeutschen Kommunisten jahrzehntelang ohne eine Spur von »Herz und Seele«; die Verharmlosung als »Sozialistin« ist zudem ein Schlag ins Gesicht all jener, die bei der Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD zur »Sozialistischen Einheitspartei (SED)« Widerstand leisteten und verfolgt oder gleich umgebracht wurden.

Umstrittene web.-de-Schlagzeile zum Tode der SED-Funktionärin M. Honecker (Bild: screenshot web.de)

Umstrittene web.-de-Schlagzeile zum Tode der SED-Funktionärin M. Honecker (Bild: screenshot web.de)

Die Nachrichtenredaktion von web.de ist in der Vergangenheit schon öfters durch einen massiven Linkskurs aufgefallen, zu dem neben weiteren fragwürdigen Inhalten auch wiederholte Angriffe auf die rechtsliberale AfD gehörten.

Mit der Verharmlosung der kommunistischen »DDR«-Funktionärin, deren Rolle im menschenverachtenden SED-Regime wegen ihrer Flucht nie strafrechtlich aufgeklärt wurde, ziehen die web.de-Verantwortlichen nun massive Kritik auf sich. Ein Bundespolitiker: »Der Name Honecker wird immer verbunden bleiben mit massiven Menschrechtsverletzungen, Morden, Willkür und Ausbeutung. Eine solche Gestalt als ›Sozialistin mit Herz und Seele‹ zu verniedlichen, klingt wie rote Propaganda aus dem ZK der SED.« Betroffene und Opferverbände, die sich mit der Aufarbeitung der kriminellen Schreckensherrschaft der SED befassen, forderten von dem Karlsruher Medienunternehmen eine Entschuldigung und zukünftig mehr Sensibilität gegenüber den Leidtragenden.

  1. semi

    7. Mai 2016 at 13:34

    Frechheit!Das rote Terrorregime hat mehr Menschenleben auf dem Gewissen als jede andere Ideologie. Die Salonbolschewiken sollten sich was schämen!

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