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Kölns Erzbischof zum Rücktritt aufgefordert

Von DS am 24. April 2016

Nach heftiger Kritik an der AfD wird Kardinal Woelki nun selbst scharf gerügt.

KÖLN (nmj) – Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat die Ansicht von Politikern, wonach Teile des Islams nicht mit dem Grundgesetz vereinbar seien, ungewöhnlich scharf attackiert. Insbesondere die Alternative für Deutschland (AfD) zog sich den Zorn des Erzbischofs zu. »Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Eine ganze Religion, ja, eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt«, sagte er am Sonntag im Kölner Domradio. Ob der Kardinal es bewusst unterliess, die Trennung zwischen der Religion und dem politischen Islam, wie sie u.a. auch von der AfD vorgenommen wird, zu registrieren und damit absichtlich eine politische Partei in Misskredit zu bringen, muss zunächst offenbleiben.

Scharfe Attacke auf die AfD: Kölns Erbischof Woelki (Bild: Screenshot domradio.de)

Scharfe Attacke auf die AfD: Kölns Erzbischof Woelki (Bild: Screenshot domradio.de)

Kritik an islamistischen Auswüchsen wurde von Woelki mehr oder weniger pauschal als »angstschürend« diffamiert, angesichts der man sich fragen müsse, ob diese »den Boden des Grundgesetzes nicht längst verlassen« hätte. Als besonders infam werteten es vor allem auch Mitglieder der Organisation »Christen in der AfD (ChrAfD)« dass der Kölner Kardinal mit der Wucht seiner Amtsautorität die wohl größtmögliche Rufschädigung für eine politische Partei beging, indem er einen abwegigen Bogen schlug zu den Verbrechen des Nationalsozialismus. Woelki hatte angemerkt, dass gerade die leidvolle deutsche Geschichte hier ganz besonders verpflichte: »Nie wieder«, so der Kirchenmann »dürfen bei uns Menschen aufgrund ihrer Rasse, Herkunft oder Religion ausgegrenzt und verfolgt werden«. Und: »Nein, solche Alternativen für Deutschland brauchen wir nicht«.

Spätestens damit habe der Kardinal, so Kritiker, die Grenze des Zumutbaren überschritten. Nicht nur dass Woelki vollkommen ignoriere, dass es seit Monaten AfD-Mitglieder selbst sind, die ausgegrenzt, verleumdet und angegriffen werden, auf die Brandanschläge und Schußwaffenangriffe verübt wurden; auch seine »sehr weltliche Gleichstellung« der Religionen, die auch als Gleichmacherei verstanden werden könne, lasse Zweifel daran aufkommen, ob sich der Kölner Erzbischof noch »seiner besonderen Verantwortung für die eine heilige katholische Kirche« bewusst sei, bemerkte etwa ein Sprecher von der katholischen Laienorganisation »Politfreie Kirche (PoKi)«.

Auch christliche Würdenträger zeigten sich entsetzt über die einseitige, parteipolitische Stellungnahme des Erzbischofs. Noch nie habe ein maßgeblicher Repräsentant der Katholischen Kirche derart konkret für – oder in diesem Fall: gegen – bestimmte politische Parteien Stellung bezogen. Wer sich derart in die Niederungen des parteipolitischen Gezänks begebe, sei als Erzbischof »nicht länger tragbar«.

  1. semi

    25. April 2016 at 9:51

    Dieses durchsichtige Anbiedern an den linken (übrigens anti-christlichen) Zeitgeist,dazu noch mit einem an Arroganz und Überheblichkeit kaum zu überbietenden Grinsen: Junge, Junge, Junge, bei all den Milliarden der Diözese Köln hat man nicht ein paar Groschen übrig gehabt für eine anständige Medienberatung?

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