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Wie rechts ist Kaarst?

Von DS am 17. Juni 2015

Gegen Fremdenfeindlichkeit gründet sich jetzt eine Initiative in Kaarst. Kritik daran bleibt aber nicht aus.

KAARST (nmj) – »Mir geht es keinesfalls darum, die Stimmung zu vergiften oder Böses heraufzubeschwören«, rechtfertigt Ali Bostanci, Kaarster türkischer Herkunft seine Ankündigung, eine Initiative gegen »Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit« ins Leben rufen zu wollen. Aber: Es gäbe »Strömungen und Tendenzen«. Was genau darunter zu verstehen ist und ob schon Kritik an einer unkontrollierten Zuwanderung als »rechtsextrem« verstanden wird, bleibt offen. Dem seit 1980 in Deutschland lebenden Bostanci jedenfalls geht es darum, die Willkommenskultur in Kaarst zu fördern. Dabei sieht er bei der Kaarster Bevölkerung noch Lernbedarf: »Kaarst muss lernen«, so der Berufsschullehrer, »hinzuschauen und Zeichen zu setzen, damit rechtsextreme Aktivitäten von vorne herein keine Chance haben«. Genaue  Ziele für seine Initiative hat Bodanci noch nicht. Die würden zur Zeit erst noch erarbeitet. Er sei sich aber sicher, dass das Projekt in Kaarst gelinge.

Kaarst für Demokratie statt Kaarst gegen Rechts?

Kaarst für Demokratie statt Kaarst gegen Rechts?

Problematisch sieht das dagegen Herbert K., der seinen Nachnamen nur abgekürzt angeben will, »weil man so schnell mißverstanden wird«, wie er sagt. Die Gründung einer solchen Initiative könnte »den Eindruck erwecken, dass Kaarst ein Problem mit Fremdenfeindlichkeit hat«, was »erwiesenermaßen nicht stimmt«. Gerade in Kaarst sei das gesellschaftliche Miteinander über alle Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg »außergewöhnlich gut«. Und weiter: »Die Aussage ›Kaarst muss lernen…‹ empfinde ich als besonders despektierlich. Ich glaube nicht, dass wir Nachhilfestunden brauchen, was den anständigen Umgang mit anderen Kulturen anbetrifft.« Vielmehr sieht er die Gefahr, dass eine solche Gruppierung, wenn sie einmal gegründet sei, dann auch »permanent ihre Daseinsberechtigung unter Beweis« stellen wolle und auf einmal »überall rechtsradikale Tendenzen erblicken« würde. Genau das sei aber dem gesellschaftlichen Klima eher abträglich.

Fest steht jedenfalls, dass es in Kaarst bislang keine rechtsradikalen Probleme gegeben hat. Auch alle im Rat der Stadt vertretenen Parteien können ausnahmslos dem demokratischen Spektrum zugeordnet werden. Demgegenüber hat es in der Vergangenheit wiederholt linksradikale Schmierereien gegeben, die zumindest auf das Vorhandensein von linksextremen Tendenzen hinweisen. Insofern stellt sich schon die Frage, ob die Gründung einer einseitig »gegen Rechts« aufgestellten Vereinigung nicht an den Gegebenheiten vorbeigeht? Herbert K. bleibt kritisch: »Man erlebt ja oft, dass Gruppierungen, die sich dem ›Kampf gegen Rechts‹ verschrieben haben, dann ihrerseits oft ein ungeklärtes Verhältnis zum politischen Extremismus von Links aufweisen«. Besser wäre es daher gewesen, so K. abschließend, eine Initiative zu gründen, die »die demokratische Zivilgesellschaft gegen alle Formen des Extremismus – rechts, links, religiös inspiriert – verteidigt.« Die Frage bleibt also: Wie »rechts« ist Kaarst?

  1. kaarster04

    17. Juni 2015 at 17:16

    Überflüssige Aktion

  2. semi

    18. Juni 2015 at 11:07

    Ich gründe jetzt auch einen Verein: „Gegen das Vergessen des Völkermords an den Armeniern durch die Türkei“ – aber, natürlich, „Mir geht es keinesfalls darum, die Stimmung zu vergiften oder Böses heraufzubeschwören“….

  3. werner

    18. Juni 2015 at 14:32

    WIE RECHTS IST KAARST?, lautete die Frage und die Antwort ist: Null, nada, niente.In Kaarst herrscht bekanntlich eine linke Ratsmehrheit seit der letzten Wahl,die die CDU in die Opposition schickte.Mit Christian Gaumitz steht sogar schon ein grüner Bürgermeister in den Startlöchern,die bürgerliche Herrschaft komplett abzulösen.Mit Asylvereinen,Fremdenkomitees und sonstiger ‚refugees-welcome‘-Folklore positioniert sich (auch) der Kaarster Wohlstandsbürger in geschmeidiger Weltoffenheit angeschmiegt an den Zeitgeist.Kirchenkreise,Spendensammler und Integrationshelfer komplettieren das Angebot,sich von allem abzugrenzen,was nur ansatzweise rechts aufgefasst werden könnte.Hier jetzt also ein alarmistisches Blockwartkomitee „gegen Rechts“ zu installieren,ist einfach nur daneben.Warum kümmert sich Herr Bostanci nicht um wirkliche Probleme,etwa die türkischen Grauen Wölfe und ihren Versuch,im Kreis Neuss Fuß zu fassen?Bei dieser Gruppierung würde er alles finden,was ihn bewegt,namentlich Rechtsextremismus und Antisemitismus.

  4. holzbuettgener

    18. Juni 2015 at 22:56

    Wolle mer net, broche mer net, fott damit!

  5. hongkonger

    12. August 2015 at 22:24

    Ich gründe jetzt auch einen Verein: “Gegen das Vergessen des Völkermords an den Armeniern durch die Türkei” – aber, natürlich,“Mir geht es keinesfalls darum, die Stimmung zu vergiften oder Böses heraufzubeschwören”….

    Gute idee, aber was hat dass mit Kaarst zu tun, ach ja verklemmter zynismus von rechts

  6. hongkonger

    12. August 2015 at 22:27

    WIE RECHTS IST KAARST?, lautete die Frage und die Antwort ist: Null, nada, niente.In Kaarst herrscht bekanntlich eine linke Ratsmehrheit seit der letzten Wahl,die die CDU in die Opposition schickte.Mit Christian Gaumitz steht sogar schon ein grüner Bürgermeister in den Startlöchern,die bürgerliche Herrschaft komplett abzulösen.Mit Asylvereinen,Fremdenkomitees und sonstiger ‘refugees-welcome’-Folklore positioniert sich (auch) der Kaarster Wohlstandsbürger in geschmeidiger Weltoffenheit angeschmiegt an den Zeitgeist.Kirchenkreise,Spendensammler und Integrationshelfer komplettieren das Angebot,sich von allem abzugrenzen,was nur ansatzweise rechts aufgefasst werden könnte.Hier jetzt also ein alarmistisches Blockwartkomitee “gegen Rechts” zu installieren,ist einfach nur daneben.Warum kümmert sich Herr Bostanci nicht um wirkliche Probleme,etwa die türkischen Grauen Wölfe und ihren Versuch,im Kreis Neuss Fuß zu fassen?Bei dieser Gruppierung würde er alles finden,was ihn bewegt,namentlich Rechtsextremismus und Antisemitismus.

    Genau aus dem Grund brauchen wir hier sowas, ein wenig an der oberfläche krazen und es reicht schon. Und ich frage mich wieder was eine aktion gegen graue wölfe mit einer anti rechts gruppe in kaarst zu tun hat. Weerden Deutsche die etwas gründen auch von ihnen gefragt nicht liber doch eine holocaust gedenkstätte oder ähnliches zu gründen?

  7. hongkonger

    12. August 2015 at 22:28

    Wolle mer net, broche mer net, fott damit!

    Sprach der rheinische tölpel

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