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„Sag beim Abschied leise Servus…“

Von CO am 4. März 2014

Nach 15-jähriger Zugehörigkeit verabschiedete sich Uschi Baum am letzten Mittwoch aus dem Jugendhilfeausschuss. Vielleicht kein Abschied für immer.

KAARST (nmj) – Normalerweise hätte Uschi Baum am letzten Mittwoch die Sitzung des Jugenhilfeausschusses (JHA) geleitet, wie in den vergangenen Jahren als Vorsitzende dieses Gremiums. Durch ihren Mandatsverzicht, verbunden mit dem Austritt aus der CDU, übernahm diesmal aber ihr Stellvertreter, Udo Hartings (SPD), diesen Part. Er gab Frau Baum jedoch vor Einstieg in die Tagesordnung Gelegenheit für eine persönliche Erklärung.

Uschi Baum sagte, dass sie vor eineinhalb Monaten nicht gedacht hätte, an diesem Tag dort zu stehen, um sich zu verabschieden. Zwar habe sie sich bereits vor ein paar Monaten dazu entschieden, bei der Kommunalwahl im Mai nicht mehr als Ratsmitglied für die CDU zu kandidieren. Dieser Entschluss habe festgestanden, nachdem sie von gewissen Leuten in der CDU massiv angegangen worden sei. Sie habe sich oft gefragt, warum die Partei immer gegen die Fraktion arbeite und dies auch auf mehr als einer Vorstandssitzung deutlich gesagt. Den Entschluss, mit diesen Leuten nichts mehr zu tun haben zu wollen und daher auch nicht mehr für die CDU zu kandidieren, habe sie im Juni 2013 gefasst. Ihre Entscheidung, ganz aus der CDU auszutreten und das Ratsmandat bereits jetzt niederzulegen, sei dann im Januar gefallen. Manchmal müsse man sich halt entscheiden, ob man den Mund hält und sich alles gefallen lässt, oder ob man sagt: „Ich mache das so nicht mehr mit.“ Sie stellte sich noch einmal öffentlich vor die von der Parteispitze der CDU abgesägte Fraktionsvorsitzende Dorothea Zillmer, der sie ihre Hochachtung für 25 Jahre politische, ehrenamtliche Arbeit zollte. Auch den Umgang mit Elisabeth Füßgen kritisierte die mittlerweile in die FDP eingetretene Büttgerin. So gehe man nicht mit Menschen um. Einen toleranten und sachlich fairen Umgang mit Parteimitgliedern, die eine andere Meinung haben als die Parteispitze, sehe sie in der Kaarster CDU momentan nicht mehr gewährleistet.

15 Jahre war Uschi Baum im Jugendhilfeausschuss, fünf Jahre als sachkundige Bürgerin und dann fast 10 Jahre als Vorsitzende. Unter ihrer Führung  hat der Jugendhilfeausschuss viele Projekte ausgeführt wie beispielsweise den U3-Ausbau, die U16-Party, den Einsatz der Familien-Hebamme, die frühen Hilfen und die Rettung des Kindertrödelmarktes. Besonders zu erwähnen sei vor allem der im Dezember 2012 gemeinsam verfasste Antrag aller Parteien zur Zukunft der Jugendzentren in Kaarst. Hier legte Baum allen noch einmal das hoffentlich entstehende Jugendzentrum in Vorst für die Zukunft ans Herz.

Uschi Baum dankte allen JHA-Mitgliedern und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Es sei ein besonderer Ausschuss, weil er aus vielen Institutionen und Vereinigungen, aus dem Jugendamt und der Politik zusammengesetzt sei. Diese Zusammensetzung garantiere auch eine besondere Fachlichkeit. Ihr sei der Ausschuss in den vergangenen Jahren vor allem auch deshalb ans Herz gewachsen, weil es keine Machtspiele oder -allüren darin gegeben habe, sondern alle immer das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Auge gehabt hätten. Das Jugendamt unter Frau Schnur funktioniere einfach nur toll, man warte dort nicht ab, sondern initiiere und starte Projekte, die man für notwendig erachte.

Baums besonderer Dank galt dem 1. Beigeordneten, Heinz-Dieter Vogt, der in diesem Ausschuss immer der Jugenddezernent gewesen sei und nur selten der Kämmerer der Stadt Kaarst.  Sie verabschiedete sich mit einer „Einladung“ zum selbstgekochten Essen, indem sie sich bei jedem Mitglied mit einem Rezept und einem Kochlöffel bedankte und wünschte allen gute Entscheidungen für die Stadt Kaarst.

Jugenddezernent Vogt sagte im Namen der Verwaltung und insbesondere auch der Jugendamtsleiterin Frau Schnur: „Der Weggang von Ihnen hat uns überrascht und sehr traurig gestimmt. Schade, dass wir jemanden verlieren, der sich engagiert und mutig für die Belange der Jugendlichen und Familien in der Stadt Kaarst eingesetzt hat.“

Die aufkommende, leise Wehmut bei manchem Teilnehmer konnte jedoch mit Hinweis darauf gedämpft werden, dass Uschi Baum als Listenplatz-2-Kandidatin der FDP vor einem Wiedereinzug in den Rat der Stadt Kaarst im Mai steht. Je nach Wahlergebnis und den sich dann bildenden Konstellationen ist nicht ausgeschlossen, dass Frau Baum dann wieder dem Jugendhilfeausschuss angehört. Für eine an den Bedürfnissen der Jugend ausgerichtete Sacharbeit dürfte dies ein Hoffnungsschimmer sein.

 

(K)ein Abschied für immer? Uschi Baum sagte "Servus".

(K)ein Abschied für immer? Uschi Baum sagte „Servus“.

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