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Riesenärger in Holzbüttgen

Von DS am 10. August 2016

Der letzte Tag des Schützenfests sorgte noch einmal für erhebliche Diskussionen.

HOLZBÜTTGEN (nmj) – Dass Holzbüttgen seit gestern ohne einen neuen Schützenkönig dasteht, wirkt, in Anbetracht des nun aufgezogenen Grolls, wie ein Menetekel für die Holzbüttgener Schützen. Verursacher dieses neuen Unfriedens ist Josef Karis, der als Hubertusmajor offensichtlich eine Art Narrenfreiheit für sich in Anspruch nimmt.

Schon im Januar, anläßlich der Jahreshauptversammlung der Bruderschaft, eskalierte der Zoff zwischen Karis und dem Bruderschaftsvorstand (NMJ berichtete). Konsequenzen blieben jedoch aus. Nun sorgt neuer Ärger für Verstimmung in Holzbüttgen. Nicht nur, dass Josef Karis als einziger Major zu Pferde blieb, was Ehrengäste schon auf dem Sparkassen-Empfang am Sonntag zu der Bemerkung veranlasste, das hätten sie »ihm nicht durchgehen lassen«, weil das Regiment ein einheitliches Bild abgeben sollte; Nun wurde mit dem gestrigen Aufzug einer Klamauk-Kutsche, die von Fußgängern gezogen wurde und die mit einem despektierlichen Plakat die übrigen Majore und den Oberst bloßstellte, neuer Unfrieden durch Josef Karis heraufbeschworen.

Heftige Debatte im Netz als Folge der neuerlichen Aktion von Hubertusmajor Josef Karis (BIld: Screenshot fb)

Heftige Debatte im Netz als Folge der neuerlichen Aktion von Hubertusmajor Josef Karis (Bild: Screenshot fb)

Die Reaktionen auf diese Art der Eigenmächtigkeit und Verhöhnung der Regimentsführung blieben nicht aus. Im Internet zeigten sich zahlreiche Kommentatoren – darunter Schützenprominenz – regelrecht erbost über die »Karnevals-Aktion«. Von »dämlich, wer sich für so einen Scheiß hergibt« bis zu »Rote Karte für alle, die die Werte von Glaube, Sitte, Heimat so in den Schmutz treten«, reichen die wütenden Stellungnahmen. Auch Vorstandsmitglieder distanzieren sich von der Aktion. Erste Schützeneinheiten verlangen nun sogar den Rücktritt des Hubertusmajors. Ein passives Mitglied der Bruderschaft: »Der Vorstand hat sich schon viel zu lange auf der Nase herumtanzen lassen. Das Hubertuscorps sollte sich einen neuen Major wählen. Jetzt, wo die auch zu Fuß gehen können, dürfte das wohl kein Problem sein.«

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