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Karis und Rütten wollen in den Landtag

Von kr am 12. November 2016

Die Gründungsmitglieder der FWG, Josef Karis und Hermann-J. Rütten, wollen in den Landtag: Allerdings für die Sportpartei.

DÜSSELDORF (nmj) – Bei der Landtagswahl im kommenden Mai kandidieren auf der Landesliste NRW für die Deutsche Sportpartei die Kaarster Josef Karis und Hermann-J. Rütten, beide derzeit Ratsmitglieder für die Freie Wählergemeinschaft (FWG), einer Abspaltung der Zentrumspartei. Auch Gerlind Heil, Partnerin von Karis und Kai-Uwe Theberath, sachkundiger Bürger für die FWG, stehen auf der Landesliste der Sportpartei, wie deren Internetseite zu entnehmen ist (http://deutschesportpartei.de/2016/09/11/landtagswahlen-in-nrw/).

Vorsitzender der Sportpartei ist Michael Möller, bis vor einem Jahr noch NRW-Landesvorsitzender der Zentrumspartei. Nach einem Zerwürfnis über umstrittene Internet-Aktivitäten von Theberath, der deshalb im Januar einem Termin vor dem Strafrichter entgegen sieht, war die Gruppe um Karis aus der Zentrumspartei ausgeschieden. Einem Bericht des Deutschlandfunks zufolge (http://www.deutschlandfunk.de/deutsche-sportpartei-nicht-links-nichts-rechts-aber-sport.1346.de.html?dram:article_id=367540) ist der Bauernhof von Josef Karis sogar die Zentrale der Sportpartei.

Politexperten räumen der Sportpartei allerdings keinerlei Chancen ein. Dies vor allem deswegen, weil  sich Menschen – selbst wenn sie im Sport aktiv sind – nicht zwangsläufig auch für eine Ein-Thema-Partei wie die Sportpartei vereinnahmen lassen wollen. Aber auch das Anliegen der Partei, den »E-Sport« aufzuwerten – worunter nichts anders zu verstehen ist, als seine Zeit vor dem Computer zu verbringen, und Sportspiele zu »daddeln« –, kommt echten Sportbegeisterten eher als Verhöhnung ihres Anliegens vor. Dabei spricht das Programm der Sportpartei (grammatikalisch verkorkst, aber dennoch verstehbar) auch selbst von einem notwendigen Zusammenspiel von Sport und gesunder Lebensführung, denn dies führe »zu einer deutlich nachweislichen Absenkung durch den modernen Wirtschaftszyklus und Massenkonsum hervorgerufener Volkskrankheiten wie Diabetes, Durchblutungsstörungen, Fettleibigkeit und Esssucht, welche alle wiederum Schlaganfälle, Herzinfarkte und Hautkrankheiten auslösen können«. Vielleicht sollte sich die Sportpartei daher auch in Deutsche Gesundheitspartei umbenennen, um diesen Widerspruch aufzulösen.

"Leistung von E-Gamern anerkennen" - Eine Forderung der Sportpartei (Bild: screenshot Sportpartei)

„Leistung von E-Gamern anerkennen“ – Eine Forderung der Sportpartei (Bild: screenshot Sportpartei)

In wieweit die Kaarster FWG, abgesehen von ihren zahlreichen Kandidaten auf der Landesliste der Sportpartei, in die Bestrebungen involviert ist, bleibt fraglich. Aber zumindest Solidarität übt man untereinander: Der Bundesvorsitzende der Sportpartei verteilte am heutigen Samstag vor dem Kaarster Rathaus Flugblätter gegen die geplante Steuererhöhung in Kaarst – für die FWG.

Kooperationspartner: Die Sportpartei und die Kaarster Zentrum-Abspaltung FWG (Bild: Facebook).

Kooperationspartner: Die Sportpartei und die Kaarster Zentrum-Abspaltung FWG (Bild: Facebook).

  1. sirke

    13. November 2016 at 16:41

    Kai-Uwe Theberath, sachkundiger Bürger für die FWG

    Sportpartei und 180 Kg….

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