Leaderboard / Super Banner (728 x 90)

»Schwachsinnige Politiker und geisteskranke Medienleute«

Von CO am 7. April 2014

Der Erfolgsautor Akif Pirinçci liest den Deutschen die Leviten – zur Abwechslung mal von einem Standpunkt unverkennbarer Sympathie aus.

BERLIN (nmj) – Die Liste an Autoren, die sich »kritisch« oder »distanziert« gegenüber Deutschland zeigen, ist lang. Es besteht kein Zweifel, dass sich der türkischstämmige Schriftsteller Akif  Pirinçci nicht in diese zweifelhafte Kollegenschar einreihen wollte. Mit seinem soeben erschienenen politischen Buch »Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer« (Manuscriptum) legt der Verfasser nicht nur ein statement, sondern vielmehr eine schonungslose Abrechnung vor, die allein schon durch die Kompromisslosigkeit von Sprache jene Unzweideutigkeit herstellt, die man sich bei gesellschaftlichen oder politischen Debatten viel öfter wünschen würde. Es mag nicht jedermanns Geschmack sein, wenn Vulgäres und (zu) Bildhaftes in gedruckter Form erscheinen; wer aber an den viel zu oft beschwiegenen oder beschönigten Zuständen in unserem Lande verzweifelt, für den ist die Vehemenz und Intransigenz in den Worten des Autors ein seelischer Jungbrunnen.

Pirinçci geizt nicht mit Ausdrücken, die die Fakten schonungslos beim Namen nennen. Im Interview mit der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) wird bereits deutlich, was den Leser erwartet. Etwa wenn er auf die linksgrüne Bevormundungspolitik angesprochen wird, die nicht frei von Widersprüchen ist: »Zum Beispiel, daß man in einer Kneipe zwar nicht mehr rauchen, aber nach der eingeatmeten rauchfreien Luft einer Kneipennacht und deren süßer Folge ein Kind abtreiben darf. Und die ganze linksversiffte Presse applaudiert dazu.« Auch die deutsche Erinnerungskultur wird angeprangert: »Oder neulich im Fernsehen: Ein Deutschkurs für Einwanderer machte einen Ausflug. Wo fährt die Lehrerin hin? Ins Holocaustmuseum. Voller Sündenstolz erzählt sie ihren Schülern von den Millionen Morden. Nicht zu fassen! Das ist, wie eine schöne Frau zu sich nach Hause einzuladen und ihr dann als erstes dein verschissenes Klo zu zeigen. Mann, ist das krank!«

Dass Buchautoren mit Migrationshintergrund gerne mal von Diskriminierung und Ausländerfeindlichkeit berichten, findet keine Gnade bei Pirinçci: »Tut mir leid, ich habe hier noch keine Diskriminierung erfahren. Und ich glaube, wer sich in Deutschland anständig benimmt, dem passiert das in der Regel auch nicht. Viele von diesen Leuten bekommen öffentliche Förderungen oder gar irgendeinen Preis – dafür, dass sie ihr Heimatland schlechtmachen. Das ist zutiefst ehrlos!«

Besonders ins Visier des Besteller-Autors, der ursprünglich als Schöpfer des modernen Tierkrimis (»Katzenkrimis«) eine Millionenauflage erzielte, sind die Grünen geraten: »Diese Mischung aus ›Schämt euch‹-Attitüde, Technikfeindlichkeit, Kindersex-Sehnsüchten, Selbsthaß auf das Eigene und Deutsche und Überhöhung des Anderen«, wütet Pirinçci; diese seien im besonderen daran schuld, dass sich Zuwanderer nicht anpassten, »weil – vor allem dank meiner Lieblingspartei – die Vorstellung aufgekommen ist: Bloß nicht assimilieren! Das funktioniert aber nicht. Spätestens wenn das Geld alle ist, bricht so eine Gesellschaft auseinander. Dann hat er sich ausgetanzt, der Karneval der Kulturen.«

Auch seine drastisch formulierte Kritik an der Bejubelung von Homosexuellen in den Massenmedien dürfte Pirinçci den geballten Zorn der Lobbyverbände eintragen: »Und alle finden den Christopher-Street-Day im Fernsehen natürlich gaaaanz toll. Weil die Kamera nicht runterschwenkt, wo Männer auf offener Straße die Schwänze anderer Männer lutschen, und die Kinder am Straßenrand schauen zu. Ich zeig das in meinem Buch eben mal auf: Deutschland von Sinnen.«

Vorwürfe und Flash-mobs bei Lesungen des Schreibers dürften damit vorprogrammiert sein. Denn in Deutschland schätzt man es auf Seiten der Meinungsmacher nicht, wenn jemand die Kehrseite von Zuwanderung und Integrationsräson infrage stellt. Und Pirinçci tut das. Mehr als deutlich. Auch wenn es darum geht, dem Vorwurf zu begegnen, die Gesellschaft grenze Minderheiten aus: »Ich sage Ihnen, das ist eine von der Migrantenindustrie, schwachsinnigen Politikern und geisteskranken linken Medienleuten bestellte Lüge«.

Wer gedacht hat, dass mit Thilo Sarrazins »Der neue Tugendterror« bereits alles geschrieben wurde, was in dieser Hinsicht in Deutschland druckbar ist, sieht sich fröhlich getäuscht. Pirinçci schreibt, was viele nur denken. Er will nicht drumherum reden, sondern, die Provokation bewusst in Kauf nehmend, den Jargon der Straße auf Rezitationsebene bringen: »Wenn einer so dumm ist, sich nach Strich und Faden in den Arsch ficken zu lassen, schreibe ich das auch so«. Grenzwertig? Gewiss. Aber einer Gesellschaft, die auf politischem Level schon längst jede Niveaulosigkeit durchschritten hat, steht es nicht mehr zu, mit pikierter Attitüde die Unschuld vom Lande zu geben. Oder wie es im sonst in jeder Hinsicht Toleranz verlangenden Ermahnungston heisst: Das muss die Gesellschaft aushalten können.

Akif Pirinçci: »Deutschland von Sinnen«, Manuscriptum-Verlag

Akif Pirinçci: »Deutschland von Sinnen«, Manuscriptum-Verlag