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Niedersachsen: Zentrumspartei zweitstärkste Kraft

Von DS am 13. September 2016

In der Gemeinde Molbergen/Niedersachsen erzielte das ZENTRUM sein bestes Landesergebnis: 18,25 Prozent.

MOLBERGEN (nmj) – Dass die Deutsche Zentrumspartei mit dem Gesamtergebnis der niedersächsischen Kommunalwahl nicht zufrieden sein kann, ergibt sich schon daraus, dass ihr (ähnlich wie der AfD) kein flächendeckender Antritt möglich war.

Dass aber das Zentrum dort, wo es antritt, regelmäßig Erfolg hat beim Wähler, wurde jetzt wieder deutlich. Besonders in Molbergen, einer Gemeinde im Landkreis Cloppenburg. Dort gelang es der Zentrumspartei, aus dem Stand 18,25 % der Stimmen und damit 4 Sitze im 20köpfigen Gemeinderat zu erlangen. Sicherlich auch das Verdienst der Spitzenkandidatin der ältesten deutschen Partei in Molbergen, Nadja Kurz. Die 61-jährige Zentrumspolitikerin ist seit 1996 Ratsmitglied und sehr beliebt, weil sie sich seit fast 25 Jahren für die Integration der Spätaussiedler einsetzt. 2009 wurde sie für ihre ehrenamtliche Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Zweitstärkste Kraft in Molbergen: Die Zentrumspartei (Grafik: Ringleb Net Images).

Zweitstärkste Kraft in Molbergen: Die Zentrumspartei (Grafik: Ringleb Net Images).

Zwar sind lokalpolitische Einzelergebnisse nicht immer aussagekräftig genug, um eine generelle Tendenz herauslesen zu können, aber politische Beobachter haben dennoch aufmerksam registriert, dass nicht nur die Grünen (1,72%) chancenlos blieben, sondern auch die AfD. Das von der Zentrumspartei seit geraumer Zeit verfolgte Konzept einer Stärkung des bürgerlichen Lagers scheint auch im benachbarten Cloppenburg aufzugehen, wo sich eine Kooperation CDU/FDP/Zentrum abzeichnet. Auch über Niedersachsen hinaus gibt es lauter werdende Forderungen, dem Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei den Bürgerblock aus CDU/FDP/Zentrum gegenüber zu stellen. In NRW wäre dies bei der bevorstehenden Landtagswahl wohl die einzige Möglichkeit für Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident zu werden, nachdem sowohl CDU als auch FDP einer Kooperation mit der AfD ablehnend gegenüber stehen, während Amtsinhaberin Hannelore Kraft (SPD) es ihrerseits ablehnte, einer Kooperation mit der ehemaligen SED eine Absage zu erteilen (NMJ berichtete).

 

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