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Karis und Rütten verlassen Zentrum

Von DS am 19. September 2015

Nach einem gescheiterten Coup d’État der beiden Holzbüttgener ziehen sie nun die Konsequenz.

KAARST (nmj) – Die Ereignisse überschlugen sich in den letzten Tagen: Nachdem die Ratsherren Josef Karis und Hermann-J. Rütten am Montag versucht hatten, ihren eigenen Fraktionskollegen, den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Christian Otte, zu entmachten, mussten sie sich darüber belehren lassen, dass ihr Vorgehen rechtswidrig war und sie auch keine Chance haben, Otte seiner Funktionen zu berauben. Denn der Gesetzgeber hat zum Schutz von Mandatsträgern vor politischer Willkür einen Riegel vor solche Abstrafungsmaßnahmen gesetzt. Davon hatten Karis und Rütten wohl keine Ahnung, denn beim Bürgermeister hatten sie bereits einen entsprechenden Antrag für die nächste Ratssitzung am 1. Oktober eingebracht.

Paukenschlag via Presse: Karis und Rütten verlassen das Zentrum (Bild: screenshot RP)

Paukenschlag via Presse: Karis und Rütten verlassen das Zentrum (Bild: screenshot RP)

Auch hatten sie wohl nicht damit gerechnet, dass aus der Zentrumspartei heraus eine große Solidaritätsbewegung zugunsten von Christian Otte einsetzen würde. Am Ende drohte Karis selbst ein Parteiausschlussverfahren, angestrengt vom Neusser Kreistagsabgeordneten Gerhard Woitzik, der auch Kreischef des Zentrums ist.

In Anbetracht des Fiaskos, das nun drohte, zogen Karis und Rütten eilig die Reißleine: Freiwilliger Austritt aus dem Zentrum – und Gründung einer neuen Gruppierung. Wie der »Stadtspiegel« berichtet, soll die neue Karis-Partei nun »Freie Wähler Kaarst« heissen, andere Quellen sprechen von »Freie Wählergemeinschaft« – es wäre die fünfte Partei für Karis. Begründet wird der ganze Wirbel im und um das Zentrum damit, dass Teile der Kaarster Partei den Neusser Bürgermeisterkandidaten Klaus Brall unterstützt haben – was von vielen als völlig normal angesehen wird, schließlich fordert ja auch niemand aus der CDU Konsequenzen, wenn jemand aus dem Kaarster Verband Thomas Nickel in Neuss unterstützt hat. Brall aber war Karis nach eigenen Aussagen »zu rechts«. Das aber halten viele für eine Schutzbehauptung, wenn man die neue politische Heimat von Karis und Rütten betrachtet: In Düsseldorf wird der Freie-Wähler-Verband von Personen geleitet, die man teilweise der rechten Szene zuordnen muss, darunter den Geschäftsführer Torsten Lemmer, einen ehemaligen Neonazi, der zudem wegen Volksverhetzung vorbestraft ist.

Beantragte Karis' Ausschluß: Gerhard Woitzik MdK

Beantragte Karis‘ Ausschluß: Gerhard Woitzik, Kreischef vom Zentrum.

Der Kreisverband Neuss der Zentrumspartei hat unterdessen Christian Otte kommissarisch mit der Leitung des Stadtverbandes Kaarst beauftragt. In einer ersten Presseerklärung teilte der neue Vorsitzende mit, er fordere die ehemaligen Kollegen Karis und Rütten zur Rückgabe ihrer über die Zentrumspartei erlangten Ratsmandate auf. Christian Otte: »Es ist Betrug am Wähler, wenn aus den Stimmen für das Zentrum nun über zweifelhafte Umwege Stimmen für eine andere Partei gemacht werden«. Zwar hatten Josef Karis und Hermann-J. Rütten bei der Kommunalwahl 2014 in ihren Wahlkreisen gute Stimmenanteile erzielt, doch seien selbst diese Ergebnisse »weit von einem Direktmandat entfernt« gewesen.

  1. kaarster04

    20. September 2015 at 0:00

    Bravo Herr Otte,weg mit dem pack! Jetzt wird aufgeräumt und zwar richtig und auch raus mit den halbgaren,mit den fähnchenwinddrehern! Jetzt gilt nur noch: wer nicht FÜR uns ist,ist GEGEN uns!

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